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1. Mai 2008
Demonstration, Kultur- und Politprogramm und Krawalle vom 1. Mai 08 in Zürich




Rund 10'000 Personen nahmen an der Demonstration am Morgen in Zürich teil. An einem antiimperialistischen Block beteiligten sich rund 2000 Menschen, davon rund 500 im revolutionären Block. Zu Beginn parodierten AktivistInnen die Bundesräte, die als Papageien die Phrasen des Kapitals nachplapperten (und dafür Prügel aus der Demo ernteten): . „Kein Hoffen auf den Staat des Kapitals“, „Sozialisieren statt Privatisieren“ „Bundesrat als Papagei des Kapitals“ hiess es da. Musikalisch wurde der Block von den Rappern Topfchopf und Phenomden begleitet.

Im Anschluss an die Demo organisierte das Bündnis „1. Mai am 1. Mai“ ein Konzert mit der Punkband UK Subs. Dieses fand auf dem Kanzleiareal statt, welches hermetisch von Polizei abgeriegelt war. Vor Konzertbeginn stürmte die Polizei den Platz und kontrollierte die rund 1000 Anwesenden. Wer später das Areal betreten wollte, hatte sich einer Personenkontrolle zu unterziehen. Mit einer massiven Polizeipräsenz waren auch die rund 2000 Personen auf dem Helvetiaplatz konfrontiert, die ebenfalls die Konzerte hören wollten, aber nicht auf das Areal gelassen wurden. Während des ganzen Nachmittags provozierte die Polizei massiv.Dass sich die Beteiligten lange nicht provozierten liessen und die Situation erst am späten Nachmittag eskalierte, ist durchaus erstaunlich. Als Antwort auf diese massive Polizeiprovokation färbten mehrere Dutzend Personen am späteren Nacmittag das Rathaus ein.

Ab 19 Uhr fand in der Kanzleiturnhalle ein Polit- und Kulturprogramm mit anschliessender Party statt. Kurz nach Beginn des Politprogrammes umstellte die Polizei völlig grundlose erneut mit einem Grossaufgebot das Kanzleiareal und die umliegenden Strassen. Nach rund einer Stunde wurde diese erneute Provokation ebenso unvermittelt wieder abgebrochen. Wir halten fest, dass der Versuch die revolutionären Kräfte durch Rückzug vom 1. Mai-Fest zu isolieren und der Polizei auszuliefern, nicht aufgegangen ist. Ein gut besuchtes Konzert belegt im Gegenteil, dass der 1. Mai auch in Zukunft am 1. Mai stattfinden wird.